Segelyachten

Segelyachten

Als Segelyacht bezeichnet man eine spezielle Gattung von Segelschiffen. Segelyachten dienen in der Regel zu Freizeit- und Sportaktivitäten oder auch repräsentativen Zwecken. Auch in der Bauart unterscheiden sich Yachten von anderen, insbesondere kleineren Segelschiffen. Segelyachten sind immer Einrumpfboote mit einem festen Kiel, der mit Ballast versehen ist.

Segelyachten mieten

Dies unterscheidet die Yacht zum Beispiel von der Jolle. Gelegentlich werden aber auch Trimarane oder Katamarane, sofern sie gesegelt werden und bewohnbar sind, zu den Segelyachten gezählt. Die weltweit führenden Hersteller von Segelyachten sind Beneteau und Dufour in Frankreich und die Firmen Hanse Yachts und Bavaria Yachtbau in Deutschland.

Bauform einer Segelyacht

Segelyachten verfügen im Durchschnitt über eine Länge zwischen 24 und 60 Fuß, das entspricht ca. 7,5 bis 18 Metern. Es gibt allerdings auch deutlich größere Modelle, die eine Länge von fast bis zu 100 Metern aufweisen. Segelyachten, die unter 24 Fuß lang sind, bezeichnet man in der Regel als Daysailer. Unabhängig von der Länge müssen alle Boote in ihrer Bauart bestimmte Kriterien erfüllen, um als Segelyacht zu gelten. Dazu zählen eine bewohnbare Kajüte mit Wohn- und Schlafgelegenheit, ein fester Kiel und Ballast. Außerdem sind die meisten Segelyachten in ihrer Bauweise Hochseetauglich, obwohl auch einige Modelle für Binnengewässer wie Flüsse und Seen hergestellt werden. Im Gegensatz zur Jolle liegt bei Segelyachten der Gewichtsschwerpunkt deutlich tiefer. So wird erreicht, dass sich die Yacht immer wieder aufrichtet und auch in stürmischem Wetter über eine stabile Fahrlage verfügt.

Segelyachten chartern

Segelyachten können in der Regel nicht kentern. Bei Mehrrumpfbooten wie Katamaranen und Trimaranen wird die stabile Lage im Wasser nicht durch den Gewichtsschwerpunkt erreicht, sondern durch die Bootsform. Die ausladenden Rümpfe sorgen für Stabilität und erschweren das Kentern. Aufgrund der abweichenden Bauweise werden Mehrrumpfboote eigentlich nicht zu den Segelyachten gerechnet, obwohl in der Regel ähnlich genutzt werden.

Sonderformen bei Segelyachten

Segelyachten, die nicht auf hoher See, sondern in Binnen-, Küstengewässern oder im Wattenmeer verkehren, verfügen über eine Sonderform. Weil die betreffenden Gewässer meistens sehr flach sind, müssen Kiel und Schwert des Bootes kleiner sein. Deshalb kombinieren Segelyachten mit Sonderformen die form- und gewichtsstabile Bauweise. Ihr Schwert ist aufholbar, und sie haben einen besonders flachen Kiel. Auf diese Weise wird vermieden, dass die Yachten in flachen Gewässern auf Grund laufen. In der äußeren Gestaltung oberhalb der Wasserlinie gleichen die Segelyachten mit Sonderform anderen Yachten.

Kielformen bei Segelyachten

Bei Segelyachten kommen zwei verschiedene Kielformen vor. Klassische Modelle verfügen über einen so genannten Langkiel. Dieser kann bis zu drei Vierteln der Gesamtschiffslänge betragen und sorgt für eine stabile Wasserlage in tieferen Gewässern. Moderne Modelle werden dagegen zumeist mit einem kürzeren Flossenkiel ausgestattet. Dieser sorgt dafür, dass die Segelyacht auch in etwas niedrigeren Gewässern verkehren kann. Die stabile Lage im Wasser wird beim Flossenkiel über eine so genannte Kielbombe sichergestellt, die mit ihrem Gewicht das Boot in der Fahrlage hält. Segelyachten, die bei Regatten zum Einsatz kommen, sind meistens mit einem Schwenkkiel ausgerüstet. Dabei handelt es sich um einen beweglichen Flossenkiel, der zusätzlich zum eigentlichen Kiel die Gewichtsverteilung optimiert und schnellere Wenden und Kurvenfahrten ermöglicht. Segelyachten, die in Gewässern mit ausgeprägten Gezeiten eingesetzt werden, haben oft Kimmkiele. Die beiden Kimmkiele sind an den gegenüberliegenden Seiten des Rumpfes angeordnet. Beim Trockenfallen ermöglichen sie es, dass das Boot auf den beiden Kielen zum Stehen kommt.

Takelung bei Segelyachten

Segelyachten sind in der Regel ein- oder zweimastige Segelschiffe. Es werden meistens Schratsegel als Hochsegel, Stagsegel, Sprietsegel, Gaffelsegel oder Luggersegel zum Einsatz gebracht. Bei einmastigen Segelyachten, die auch Slup genannt werden, gibt es ein Vor- und ein Großsegel. Das Großsegel wird normalerweise als Hochsegel getakelt, während das Vorsegel unterhalb der Mastspitze ansetzt oder die vollständige Masthöhe nutzt. Zweimastige Segelyachten gibt es als Schoner, Yawl oder Ketsch. Bei Schonern ist der hintere Mast höher als der vordere. Die Segel werden meist in einer Gaffeltakelung ausgeführt, teilweise mit zusätzlichen Rahsegeln. Bei Yawls und Ketsche ist der vordere Mast der höchste von beiden Masten. Bei beiden Modellen kann die Anzahl der Vorsegel variieren.

Klassische Yachten

Von den modernen Yachten unterscheidet man die klassischen Segelyachten. Dabei handelt es sich um alle vor 1970 gebauten Boote aus Stahl, Holz oder Aluminium, die sich in einem originalgetreuen Erhaltungszustand befinden oder restauriert wurden. Zudem gibt es so genannte Vintage-Yachten. Dies sind klassische Segelyachten, die mit einer modernen Ausrüstung versehen wurden, die zum Zeitpunkt ihrer Konstruktion noch nicht existierte.